
“MUSIK – TEXT – KODIERUNG – FORSCHUNG: Neue Strategien zur digitalen Erfassung von Musik und Text vor 1600” ein (öffentlich)
26. Februar 2026 von 9.30 bis 17.00 Uhr, Festsaal der mdw, Seilerstätte 26, 1010 Wien, statt.
Der Workshop wird vom E-LAUTE-Projekt in Kooperation mit der Ludwig Senfl New Edition of the Collected Works (New Senfl Edition) veranstaltet und präsentiert Ergebnisse der ersten Projektphase zur digitalen Edition der Lautenmusik.
Zentrale Themen waren:
- E-LAUTE in der Infrastruktur der Österreichischen Nationalbibliothek: Materialbestand und Nutzung
- MEI- und TEI-Kodierung im Dialog mit performativer, musikwissenschaftlicher und textbezogener editorischer Praxis
- Historische Recherchen im Wandel – Synergien der digitalen Materialerfassung
- Neue digitale Tools und Implementierungen – Automatisierung der Workflows
- Ökosystem und Nachhaltigkeit der E-LAUTE-Edition
- Musik- und Textedition im Zusammenspiel analoger und digitaler Editionen
Auf dem Programm steht außerdem eine Präsentation von Live-Musik aus deutschen Lautenquellen des 15. und 16. Jahrhunderts (Marc Lewon & Silas Bischoff – Renaissancelauten).
E-LAUTE Workshop & IMS Tablature Group Conference (öffentlich)
Basel, Schola Cantorum Basiliensis / Hochschule für Musik Basel FHNW, 10.–13. September 2025
Im Rahmen des WEAVE-Forschungsprojekts E-LAUTE und in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis (FHNW) sowie der IMS Study Group Tablature in Western Music fanden in Basel die «Study Days on Lute and Tablature» statt. Die öffentliche Tagung vereinte internationale Forscher:innen und Musiker:innen, um aktuelle Entwicklungen in der Erforschung, Edition und Aufführung von Lautenmusik und Tabulaturen zu diskutieren.
Die Veranstaltung im Kleinen Saal der Musik-Akademie Basel verband wissenschaftlichen Austausch mit musikalischer Praxis und bot neben Vorträgen und Diskussionsrunden auch Konzertbeiträge von Dozierenden und Studierenden.
Zentrale Themen waren:
(1) Digitale Editionen von Lautenmusik und deren methodische Weiterentwicklung
(2) Deutsche Lautentabulatur: Verwendung, Inhalte und kulturelle Kontexte
(3) Aktuelle Forschung zu Tabulaturen und Lautenmusik im internationalen Kontext
(4) Neue Perspektiven auf Quellen, Repertoires und Notationsformen der Frühen Neuzeit
(5 Verknüpfung von musikwissenschaftlicher Forschung, digitaler Methodik und Aufführungspraxis
(6) Austausch und Vernetzung innerhalb der internationalen Forschungsgemeinschaft
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Beiträgen des E-LAUTE-Teams, die Einblicke in aktuelle Arbeitsstände, digitale Editionsprozesse, Dateninfrastruktur sowie neue Forschungsansätze boten. Ergänzt wurde das Programm durch Lecture Recitals und Kurzkonzerte, die historische Aufführungspraxis mit wissenschaftlicher Reflexion verbanden.
Die Tagung war öffentlich zugänglich und wurde zusätzlich im Livestream übertragen, wodurch eine breite internationale Teilnahme ermöglicht wurde.
Mehr Informationen und das Programm finden Sie hier
E-LAUTE Workshop
München, Ludwig-Maximilians-Universität & Bayerische Staatsbibliothek, 18.–20. September 2024
Der vom E-LAUTE-Projekt organisierte Workshop brachte Projektmitglieder und Kooperationspartner:innen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Arbeitsprozesse und Forschungsperspektiven im Bereich der digitalen Edition deutscher Lautentabulaturen zu diskutieren.
An den Standorten der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Bayerischen Staatsbibliothek widmete sich der Workshop der Verbindung von Musik, Text und Daten innerhalb der E-LAUTE-Infrastruktur und verknüpfte editorische Praxis mit technologischen Innovationen.
Zentrale Themen waren:
(1) Entwicklung und Nutzung der E-LAUTE-Datenbank (E-LAUTEdb) sowie der Editionsplattform an der Österreichischen Nationalbibliothek
(2) Editionspraxis für Text und Musik, einschließlich Richtlinien für Common Music Notation und Tabulaturen
(3) Kodierungsstrategien mit MEI und verwandten Tools (z. B. abtab)
(4) Integration von Audio sowie Aufnahmepraxis historischer Lautenmusik
(5) Dateninfrastruktur und computergestützte Ansätze, u. a. Alignment, Ähnlichkeitssuche und Datenprovenienz
(6) Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Musikwissenschaft, Digital Humanities und Aufführungspraxis
(7) Organisation, Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit des E-LAUTE-Projekts
Das Programm umfasste zudem interne Präsentationen, Beiträge aus Dissertationsprojekten sowie Arbeitssitzungen in thematischen Gruppen und förderte den Austausch zwischen den verschiedenen Kompetenzbereichen des Projekts.
Der Workshop schloss mit Diskussionen zu zukünftigen Kooperationen, der Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur sowie der Planung kommender Aktivitäten.
E-LAUTE, Workshop / Kick-off Meeting, Wien, 3.7.-4.7. 2023
Ort: Institut für Musikwissenschaft, Universität Wien, Hörsaal 1
Das internationale Team des Projekts E-LAUTE veranstaltet vom 3. 7. bis 4. 7. 2023 am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien (Hörsaal 1) ein öffentliches Arbeitstreffen. Wir, Fachkräfte aus 7 Institutionen in den Bereichen Musikwissenschaft, Aufführungspraxis, Germanistik, Musikinformatik und Web Science, diskutieren Themen der digitalen Aufarbeitung von Tabulaturen des 15. und 16. Jahrhunderts. Disziplinenübergreifend arbeiten wir an editorischen Strategien, MEI-Techniken und dem Encodieren der Deutschen Lautentabulatur, an neuer systematischer und historischer Erfassung des Text- und Musikmaterials sowie analytischen und repräsentativen Perspektiven in Verbindung mit modernen Technologien.
Das Hauptziel des Treffens ist es, in folgenden Arbeitsbereichen des Projekts voranzukommen:
(1) diplomatische und editorische Übertragung in CMN, GLT u.a. Tab;
(2) MEI-Friend und Arbeit mit dem Programm;
(3) Kodierung der GLT;
(4) Systematische, historische und bibliographische Erfassung des Text- und Musik-Materials (Logik, Struktur, Datenbank), mit der Perspektive der zukünftigen Darstellung des Materials auf unserer editorischen Plattform;
(5) Speicherung der Daten und Organisation des Projekts;
(6) Bearbeitung von Texten (TEI); Zusammenhang von Texten und Musik;
(7) Audiodaten, Auswahl, Aufnahme und Anbindung an die Edition;
(8) Perspektiven der OMR: erste Probe-Studien mit Ähnlickeitssuchen in den Notendaten;
(9) Pilot I+II (Teilaspekte): Text und Musik, Varianz, Metrik, Konkordanz, erste Zeichen der Lautentabulatur im 15. Jh.
(10) Pilot III (Teilaspekte): Text und Musik in den Intavolierungen des D-Mbs Mus.ms. 1512
(11) Website www.e-laute-info, Konzeption; Infrastruktur des ÖNB-Hosts
Teilnehmer des Workshops sind Mitglieder des Projekts und unsere Gäste.
Unsere Gäste und Respondenten:
Prof. Tim Crawford, Goldsmiths College, University of London, Musikinformatik (online, im MEI-Teil)
Dr. David Lewis, Goldsmiths College, University of London, Musikinformatik (online, im MEI-Teil)
Dr. Anna Plaksin, Universität Mainz, Musikinformatik (online, im “MEI-Friend”-Teil)
Dr. Irina Döring, Universität François-Rabelais in Tours, Musikwissenschaft und Aufführungspraxis (Laute, das 15. Jh.)
Dr. Grzegorz Joachimiak, Universität Wrocław, Musikwissenschaft und Aufführungspraxis (Laute, das 17.-18. Jh.)
DI Arek Margraf, Poznan Supercomputing and Networking Center/ PSNC (online)
Dr. Stefan Gasch, mdw Wien, Musikwissenschaft
Prof. Dr. Birgit Lodes, Universität Wien, Musikwissenschaft
Prof. Frauke Jürgensen, mdw Wien